Hybrid-Unterricht

Bereit für die 6. Stunde

Hybrid-Unterricht

Eine Lehrerin der Abschlussklasse war coronabedingt längerfristig zuhause, die SchülerInnen im Präsenzunterricht. Geregelter Unterricht und gute Vorbereitung auf die Abschlussprüfung musste gewährleistet sein.

Technisches Problem:

Versuch, über Laptop eine Online-Konferenzschaltung herzustellen, war unbefriedigend:

Bild der Lehrerin auf Laptop für unsere SchülerInnen im Klassenzimmer zu klein, auf Beamer brauchbar; Tonqualität von Lehrerin über zusätzliche Lautsprecher erträglich, v. a. aber Mikro des Laptop nicht brauchbar: Lehrerin versteht zuhause SchülerInnen im Klassenzimmer nicht.

Lösung:

Aus dem dBIR-Etat waren digitale Tafeln angeschafft worden, natürlich ursprünglich nicht ausschließlich für diesen Zweck. Jede Tafel hat eine eigene Mail-Adresse, so dass die Einladungs-Links für Online-Konferenzschaltungen ohne Umwege direkt ans jeweilige Klassenzimmer geschickt werden können.

Webcam (C930e BUSINESS-WEBCAM, 97 €) mit 90 Grad Blickfeld ermöglicht Erfassung des gesamten Klassenzimmers; auch die Schüler ganz vorne außen sind zu sehen. Kamera sitzt auf digiTafel, wie auf einem PC-Monitor.

Studiomikro (T-Bone SC 440, 50 € –  inkl. stabilem Stativ insges. 130 €), mit USB-Anschluss problemlos an die digiTafel angeschlossen, liefert klare, sehr gut verständliche Sprachübertragung aus dem Klassenzimmer.

Unser neues Studiomikro

Beteiligte: Bei der technischen Klärung waren für die Wahl der Webcam ein Master-Student der Filmwissenschaften und für die Wahl des Studiomikrofons/Stativs ein ehemaliger Tonmeister des BR beteiligt.

Die SchülerInnen der Abschlussklassen waren naturgemäß sehr interessiert daran, den Unterricht der Lehrkraft nicht zu verlieren.

Das meint unsere 1. Schülersprecherin:

„Wir sind im Abschlussjahr und da fühlten wir uns natürlich erst einmal unsicher, als wir erfuhren, dass unsere Lehrkraft für Übersetzungstechnik Französisch sowie Korrespondenz Französisch (beides Abschlussprüfungsfächer) längerfristig ausfallen würde. Wir hatten Sorge, dass wir mit dem Stoff nicht vorankommen würden und uns alles mehr oder weniger im Selbststudium mit vielen Arbeitsblättern aneignen müssten.

Die Hybridlösung, die die Schule gefunden hatte, war eine sehr gute Alternative, weil wir die Lehrkraft über die  großformatige digitale Tafel sehen konnten. Sie konnte uns alle umgekehrt auch über eine Weitwinkelkamera sehen und über das Mikrofon gut verstehen. Es war viel besser als der übliche Online-Unterricht, weil wir als Klasse in der Schule zusammen saßen und uns austauschen konnten – nicht alleine zuhause, wo man sich dann nicht so getraut hat, sich zu melden und mitzuarbeiten bzw. bei manchen von uns war auch durch Internetaussetzer oder sogar fehlendes WLAN gar kein Online-Unterricht möglich. Durch den Hybridunterricht konnte die Lehrkraft ganz normal unterrichten und uns direktes Feedback geben.

Was wir gut fanden: Für alles, was wir in der Testphase in den ersten drei Hybridstunden bemängelt haben, wurde sofort eine gute Lösung gefunden. Auf diese Weise gehen wir gut vorbereitet in die Abschlussprüfungen mit einer Lehrerin, die zwar nicht persönlich anwesend sein konnte, die aber ihre Stunde im Stundenplan eingehalten hat und bei Fragen per E-Mail immer für uns erreichbar ist.“

Erfolg/Evaluation:

Der Erfolg war sehr einfach festzustellen: Kommunikation zwischen Heimarbeitsplatz und Klassenzimmer ist jetzt problemlos möglich. Unterricht – als ob die Lehrkraft anwesend wäre. Erarbeiten neuen Stoffs möglich, unmittelbare Fragen der SchülerInnen möglich, persönliches Feedback, interaktives Arbeiten, Hausaufgabenkontrolle, Anwesenheitskontrolle, Übungen, Lernstandskontrollen, je nach Bedarf.